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Blog Post

Synode zur Segnung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften

Synode zur Segnung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften

Die Forderung des Kirchenkreises Hamburg-Ost veranlassten die Kirchenleitung in der Synode einen Beschlussvorschlag zum Thema einzubringen, der mit großer Mehrheit angenommen wurde. Gleichgeschlechtliche Partnerschaften wurden als Bereicherung der Nordkirche anerkannt und die Segnung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften für den regulären Gottesdienst angeordnet. Damit gelten Segnung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften und Trauung als komplett gleichwertig und werden auch gleich behandelt.

Allerdings blieben vorerst die unterschiedlichen Bezeichnungen "Segnung" und "Trauung" erhalten. Dies wurde von den Jugenddelegierten der Synode kritisiert, die forderten, auch die Segnungen "Trauung" zu nennen. Das hätte auch der Beschlussvorlage entsprochen, die in ihrer Begründung erörterte, dass eine Trauung eine Segnung ist und somit keine Unterscheidung zur Segnung von gleichgeschlechtlichen Partnerschaften vorzunehmen ist. In Ausblick auf einen weiteren Diskursprozess verzichteten die Jugenddeligierten jedoch auf einen entsprechenden Änderungsantrag.

Nordkirchensynode
Die Synode beschließt:
a) Kirchliche Empfehlungen und Entscheidungen zu ethischen Fragestellungen berühren das Verständnis der Heiligen Schrift. Dies gilt auch für die Segnung gleichgeschlechtlicher Paare. Die Landessynode betrachtet es als einen Reichtum, dass in unserer Kirche verschiedene Umgangsweisen mit der Schrift ihren Platz haben. Sie hält es für geistlich geboten, dass diese verschiedenen Umgangsweisen gegenseitige Achtung erfahren.
b) Die Segnung von Paaren in Eingetragenen Lebenspartnerschaften findet in der Evangelisch-lutherischen Kirche in Norddeutschland in öffentlichen Gottesdiensten statt.
c) Die Segnung von Paaren in Eingetragenen Lebenspartnerschaften ist eine Amtshandlung. Sie ist in ein Kirchenbuch einzutragen, das Trauungen, Segnungen von Menschen in einer Eingetragenen Lebenspartnerschaft und Gottesdienste anlässlich einer Eheschließung aufführt.
d) Hat eine Segnung von Menschen in einer Eingetragenen Lebenspartnerschaft vor Inkrafttreten dieser Regelung bereits stattgefunden, kann in den kommenden drei Jahren in der Gemeinde, in der die Segnung stattfand, beantragt werden, die Segnung in das Kirchenbuch einzutragen und darüber eine Urkunde für das Paar auszustellen.
e) Lehnt eine Pastorin oder ein Pastor nach Beratung im Kirchengemeinderat eine Segnung im Gottesdienst ab, informiert sie oder er die zuständige Pröpstin oder den Propst, die/der für die gottesdienstliche Feier der Segnung sorgt.

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