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Blog Post

KGR Meiendorf-Oldenfelde zur Gleichstellung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften

KGR Meiendorf-Oldenfelde zur Gleichstellung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften

Neben den Beschlüssen der Jugendvertretungen hatten sich  parallel und auch bereits zuvor verschiedene andere Akteure mit dem Thema der gleichgeschlechtlichen Partnerschaften auseinandergesetzt. Bereits 1997 hatte die damalige nordelbische Synode in einem Beschluss die Segnung von Menschen in gleichgeschlechtlichen Partnerschaften prinzipiell ermöglicht. Allerdings hatte sie zugleich eine Gleichheit zur Trauung ausgeschlossen und sie in der Regel für den "geschützten Raum", nur im Ausnahmefall für den öffentlichen Gottesdienst empfohlen. Diese Regelung wurde von Vielen immer mehr als diskriminierend empfunden.

Im Februar 2015 forderte die Kirchengemeinde Meiendorf-Oldenfelde, die Unterscheidung zwischen Traugottesdiensten gemischtgeschlechtlicher Ehen und Segnungsgottesdiensten gleichgeschlechtlicher Partnerschaften aufzuheben. Diese Forderung machte sich die Synode des Kirchenkreises Hamburg-Ost zu eigen und leitete sie an die Nordkirchensynode weiter:

Kirchengemeinderat Meiendorf-Oldenfelde
Im Auftrag des KGR (Nov. 2011) hat der Gottesdienstausschuss des KGR ein Positions-papier erarbeitet zum Umgang mit Trau- und unterschiedlichen Segnungsgottesdiensten. Der Kirchengemeinderat beschließt auf Empfehlung seines Gottesdienst-Ausschusses:

Antrag des KGR an den Kirchenkreisrat und die Synode des Ev.-Luth. Kirchenkreises Hamburg-Ost mit Bitte um Weiterleitung an die Landessynode der Ev.-Luth. Kirche in Norddeutschland,
a) das Abstandsgebot aufzuheben zwischen Traugottesdiensten anlässlich einer standes-amtlichen Eheschließung und Segnungsgottesdiensten anlässlich einer Eingetragenen Lebenspartnerschaft: hinsichtlich theologischem Verständnis, liturgischer Gestaltung, Ort und Ausführung (vgl. hierzu Stellungnahme der Landessynode der Ev.-Luth. Nordelbischen Kirche vom 5. Februar 2000, Punkt 10.),
b) sämtliche besonderen Abstimmungspflichten aufzuheben in Zusammenhang mit der Durchführung der Trauung eines gleichgeschlechtlichen Paares im Unterschied zur Trau-ung eines andersgeschlechtlichen Paares (vgl. Stellungnahme der Landessynode der Ev.-Luth. Nordelbischen Kirche vom Februar 2000, Punkt 10.),
c) die Eintragung von Traugottesdiensten von gleich- wie andersgeschlechtlichen Paaren in die Kirchenbücher der Kirchengemeinden der Landeskirche kirchengesetzlich gleich zu regeln.

Begründung:
Wir erkennen keinen Grund, die Segensbitte gleich- wie andersgeschlechtlich lebender Menschen und Paare kategorial voneinander abzusetzen, sie also unterschiedlich zu be-werten und sie kirchlich unterschiedlich zu beantworten – weder aus biblisch-theologischer Sicht (d.h. segenstheologisch, in Hinblick auf Gottes-, Menschen- und Gemeindebild der hebräischen Bibel wie auch des Evangeliums im Neuen Testament) noch vom lutheri-schen Schriftprinzip und vom Grundgedanken lutherischer Hermeneutik her (‚was Chris-tum treibet‘). In jedem Fall ist die Segenshandlung u.E. ein vollgültiger, öffentlicher und zu dokumentie-render Ausdruck kirchlichen Handelns auf der Grundlage des Evangeliums Christi."

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